Der September ist der Monat, in dem der Sommer langsam die Taschen packt und der Herbst schon ungeduldig mit den Hufen scharrt. Genau dieser Übergang macht ihn für Weinliebhaber so spannend: Die Tage sind noch warm, die Abende schon kühl – und genau in dieser Balance entfalten manche Rebsorten ihre ganz eigene Magie.
Für die Rebsorten des Monats haben wir zwei Charakterköpfe ausgewählt, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, aber gemeinsam ein faszinierendes Bild ergeben: Spätburgunder, der leise, elegante Rotwein mit Tiefgang – und Riesling, die klare, vibrierende Kraft unter den weißen Sorten. Beide zeigen auf wunderbare Weise, wie vielseitig und ausdrucksstark der September sein kann.
Mach’s dir gemütlich, nimm dir ein Glas – und lass dich inspirieren von unseren Rebsorten des Monats September.
Spätburgunder (Pinot Noir)
Der September ist der Monat, in dem die Weinberge langsam in den Erntemodus schalten und die Reben zeigen, was der Sommer wirklich gebracht hat. Und ganz ehrlich: Kaum eine Rebsorte erzählt zu dieser Zeit so viele Geschichten wie der Spätburgunder. Er ist einer der sensibelsten Charakterköpfe im Weinuniversum – anspruchsvoll, dünnhäutig, launisch – aber wenn man ihn gut behandelt, dankt er es mit Eleganz, Tiefe und dieser leisen, fast poetischen Intensität, die man sonst kaum findet.
Charakter & Stil
Spätburgunder ist nichts für Menschen, die es laut mögen. Er ist der introvertierte Feingeist unter den Rotweinen: subtil, filigran, detailverliebt. Der Duft zeigt oft rote Beeren, etwas Kirsche, manchmal sogar eine kleine Andeutung von Wald und feuchter Erde – als hätte er beim Spaziergang durch ein Septemberwäldchen kurz durchgeatmet.
Aromenprofil
- Rote Kirsche
- Himbeere
- Preiselbeere
- Hauch von Veilchen
- Leichte Röstaromen (bei Holzfassausbau)
- Erdige Noten
- Feine Kräuterwürze
Warum gerade im September?
Weil er genau jetzt seinen Charakter schärft. Der Spätburgunder liebt moderate Temperaturen – zu heiß wird er schnell pampig, zu kühl bleibt er dünn. Der September bringt oft genau das richtige Maß: sonnige Tage, kühle Nächte. Perfekt, um die Säure zu balancieren und die Eleganz auszubauen, die diese Rebsorte so einzigartig macht.
Food Pairing
Wenn man es richtig kombinieren will, dann mit Sachen, bei denen man den Wein auch wirklich schmeckt. Perfekt passen:
- Pilzgerichte (ja, September-Pilze wie Steinpilz oder Pfifferling sind ein Traum dazu)
- Ente oder zartes Wildgeflügel
- Rahmpasta mit Kräutern
- Reifer Weichkäse
Und wenn’s ganz simpel sein soll: Ein gutes Baguette, etwas Butter, und eine Flasche Spätburgunder. Simpel, aber wunderbar.
Fazit
Der Spätburgunder ist im September wie ein Künstler kurz vor der Premiere: sensibel, fokussiert und voller Ausdruckskraft. Er verlangt Aufmerksamkeit – aber er schenkt dir dafür Weinerlebnisse, die lange nachklingen. Wenn du im September etwas trinken willst, das Substanz und Seele hat, dann ist dies die Sorte, die du ins Glas holst.
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Riesling
Der September ist nicht nur ein Monat für filigrane Rotweine – er ist auch der Moment, in dem der Riesling anfängt, so richtig zu glänzen. Diese Rebsorte ist wie ein lebendiger Seismograph des Terroirs: Sie zeigt dir gnadenlos, was der Boden kann – und was nicht. Keine Rebsorte ist ehrlicher, direkter, gnadenloser, aber auch belohnender, wenn man sie versteht.
Charakter & Stil
Riesling ist keine Diva – er ist eine Laserkanone. Präzise Säure, glockenklarer Duft, und immer dieses Spiel aus Frucht und Frische, das man kaum mit einer anderen weißen Rebsorte vergleichen kann. Er ist lebendig, wach, manchmal fordernd – aber genau das macht ihn so spannend. Er will nicht gefallen, er will begeistern.
Aromenprofil
- Grüner Apfel
- Zitrone & Limette
- Pfirsich (je nach Reifegrad)
- Mineralische, steinige Noten
- Leichter Kräuterhauch
- Bei Reife: Petrol (nicht jedermanns Sache, aber unter Kennern Kult)
Warum gerade im September?
Weil der Riesling jetzt seine Kurve nimmt. Die Nächte werden kühler, und das liebt er – das hält die Säure frisch und baut gleichzeitig langsam die Aromatik auf. Der September ist der Monat, in dem man in den Trauben oft schon riechen kann, wie der spätere Wein schmecken wird. Und das ist beim Riesling besonders faszinierend, weil er so präzise arbeitet.
Food Pairing
Riesling ist ein Allrounder – aber nicht langweilig. Er spielt besonders gut mit:
- Asiatischen Gerichten (Ingwer, Zitronengras, leichte Schärfe – Traumkombination)
- Fisch & Meeresfrüchten
- Ziegenkäse
- Herbstsalaten
- Klassisch: Flammkuchen (ja, wirklich unfassbar gut!)
Wenn man es ganz minimalistisch möchte: Kaltes Mineralwasser, ein kühles Glas Riesling und ein ruhiger Moment. Funktioniert erstaunlich gut.
Fazit
Der Riesling ist im September wie ein klarer Bergbach: frisch, energiegeladen und voller Ausdruck. Während viele Weine um Aufmerksamkeit buhlen, braucht der Riesling das nicht – er überzeugt durch Präzision, Charakter und diese unverwechselbare, vibrierende Säure, die ihn einzigartig macht. Zusammen mit dem Spätburgunder ergibt er ein perfektes September-Duo: rot und subtil, weiß und glasklar.
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